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Windows Boot- und Shutdown-Logo ändern



Wem das Windows-Logos beim Starten und Herunterfahren des Computers nicht mehr gefällt, kann sich sein eigenes ganz persönliches Logo erstellen. Voraussetzung: Der Rechner läuft unter Windows 95 oder 98. Bei Windows 3.0 bis 3.11 geht das zwar auch, aber etwas anders.

Das Format der drei Logos ist folgendes:
Dateiformat Windows-Bitmap (Version 3)
Farbtiefe 8 Bits pro Pixel
Breite 320 Pixels
Höhe 400 Pixels
Verschlüsselung RGB (RLE funktioniert nicht.)

Damit Kreise kreisförmig und Quadrate quadratisch erscheinen, ist das richtige Bildschirmseitenverhältnis zu beachten. Ein gewöhnlicher Rechner- oder Fernsehbildschirm hat das Seitenverhältnis Breite zu Höhe wie vier zu drei. Beim hier verwendeten Grafikmodus werden in der Breite 320 Pixels und in der Höhe 400 Pixels dargestellt. Das ergibt für einen Bildpunkt ein Seitenverhältnis Breite zu Höhe wie fünf zu acht. Bei einigen Laptops kann das Seitenverhältnis abweichen.

Beim Erstellen der 256-Farb-Palette ist auf folgendes zu achten: Paletteneintrag 0 wird auch für den Overscan-Bereich des Bildschirms benutzt. Der verwendete Bildschirmmodus kann nur 256 aus 262144 Farben darstellen. Die untersten zwei Bits jeder Farbkomponente werden deshalb ignoriert. Beispiel: 0xffffff erscheint wie 0xfcfcfc etc.

Die Dateinamen sind folgende:
c:\logo.sys Dieses Logo wird beim Start des Rechners gezeigt.
c:\windows\logow.sys Dieses Logo wird beim Herunterfahren des Rechners gezeigt.
c:\windows\logos.sys Dieses Logo wird nach dem Herunterfahren des Rechners gezeigt. Bei Rechnern mit ATX-Netzteil kann dies unterbleiben, je nach CMOS-Energieeinstellungen.

Bevor Sie diese Logos durch eigene Kunstwerke ersetzen, ist es ratsam, die alten Logos zu sichern.

Sie können diese Logos aber auch einzeln außer Betrieb setzen.
Bei c:\windows\logow.sys und c:\windows\logos.sys geschieht dies durch Löschen, Verschieben oder Umbenennen der Dateien. Ich habe allerdings den Verdacht, dass das nur bei Windows 95 funktioniert. Windows 98 stürzt ab, wenn c:\windows\logow.sys oder c:\windows\logos.sys nicht vorhanden sind.
Wenn Sie die Datei c:\logo.sys löschen, verschieben oder umbenennen, wird statt dessen das Standard-Windows-Logo aus der Datei c:\io.sys verwendet.

Um die Anzeige des Windows-Bootlogo zu ändern, tippen Sie folgendes am DOS-Prompt ein:

attrib -r -h -s c:\msdos.sys edit c:\msdos.sys
Suchen Sie im Abschnitt [Options] nach einer Zeile, die mit logo= beginnt. Groß- und Kleinschreibung ist dabei unerheblich. Finden Sie die Zeile nicht, fügen Sie im Abschnitt [Options] eine ein. Ändern Sie die Zeile in
logo=0
um die Anzeige des Bootlogos zu unterdrücken.
Ändern Sie die Zeile in
logo=1
um die Anzeige des Bootlogos zu ermöglichen.

Speichern Sie die Datei und beenden Sie den Editor.

Stellen Sie die Dateiattribute der Datei c:\msdos.sys wieder her, indem Sie eigeben:

attrib +r +h +s c:\msdos.sys

Animiertes Windows-Bootlogo

Die ursprünglich mit Windows 95 und 98 gelieferten Bootlogos besitzen einen durchlaufenden bunten Balken. Um eine derartige Einfachst-Animation auch in eigenen Bootlogos (nicht bei Shutdownlogos) zu erreichen ist folgendermaßen vorzugehen:

Sie haben insgesamt 256 Farben zur Verfügung. Sie können eine bis 256 davon für den feststehenden Teil des Bildes verwenden und den Rest für das Animationsmuster.

Damit die Animation funktioniert, muss die Anzahl feststehender Farben im Feld 'biClrImportant' der Datenstruktur 'BITMAPINFOHEADER' der Bitmapdatei eingetragen sein. Das geht am besten mit der Win32-Konsolanwendung setci.exe (30720 Bytes):

setci.exe c:\logo.sys AnzahlFarben
Der Source Code setci.c ist zusammen mit der .exe-Datei als .zip-Archiv setci.zip verfügbar.

Der für die Animation zuständige Teil der Palette wird bei der Darstellung ständig rotiert. Je weniger Farben für die Animation reserviert sind, desto schneller geht das. Das animierte Muster muss auch nicht streifenförmig sein, es sind beliebige Muster möglich. 

Windows-Startlogo für die Windows-Versionen 3.0 bis 3.11



Das Format des Logos ist folgendes:
Dateiformat Windows-Bitmap (Version 3)
Farbtiefe 4 Bits pro Pixel
Verschlüsselung RLE4

Als Breite und Höhe wird die jeweilige Bildschirmauflösung verwendet:
Grafikkarte Breite Höhe maximale Anzahl Farben Pixelseitenverhältnis Breite:Höhe
CGA 640 200 2 5:12
EGA Monochrom 640 350 2 35:48
Hercules Monochrom 720 348 2 29:45
EGA 640 350 16 35:48
VGA 640 480 16 1:1

Für Super-VGA und höher gelten dieselben Angaben wie für VGA.

Bei der Zusammenstellung der Palette müssen die Einschränkungen der Grafikkarte berücksichtigt werden. CGA, EGA Monochrom und Hercules können nur schwarz und weiß darstellen. Eine EGA am Farbmonitor kann nur 16 aus 64 Farben darstellen, d.h. die untersten sechs Bits jeder Farbkomponente werden deshalb ignoriert. Eine VGA kann bei 640×480 nur 16 aus 262144 Farben darstellen, d.h. die untersten zwei Bits jeder Farbkomponente werden deshalb ignoriert.

Damit Kreise kreisförmig und Quadrate quadratisch erscheinen, ist das richtige Pixelseitenverhältnis zu beachten.

Um die Datei win.com mit dem neuen Logo zu erzeugen, geben Sie folgendes ein:

copy /b c:\windows\system\win.cnf + LOGOCODE + IHRBITMAP c:\windows\win.com
Ersetzen Sie dabei IHRBITMAP durch den Namen Ihres Bitmaps und LOGOCODE durch den Namen der Datei mit dem Logo Code für Ihre Grafikkarte.
Grafikkarte Logo Code
CGA c:\windows\system\cgalogo.lgo
EGA Monochrom c:\windows\system\egamono.lgo
Hercules Monochrom c:\windows\system\herclogo.lgo
EGA c:\windows\system\egalogo.lgo
VGA c:\windows\system\vgalogo.lgo

Falls Sie im Windows-Setup Ihre Grafikeinstellung verändern, kann es sein, dass Windows-Setup die Datei win.com überschreibt. Wiederholen Sie dann obigen Vorgang.

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Letzte Bearbeitung / Last update:  2005-02-13